Information zur Vorlesung:
Am
Begleitendes VL-Material wird Ihnen in Form von pdf-Dateien auf dieser Seite zur Verfügung gestellt.
Die wöchentliche Syntheseübung
Lehrinhalte:
Lernziel/Qualifikationsziel: Verständnis der Zusammenhänge von Form & Funktion organischer Moleküle. Kompetenz im Entwerfen und in der Synthese von Molekülen mit systematisch optimierten Eigenschaften z. B. für molekulare Erkennungsprozesse. NMR-spektroskopische Charakterisierung
Abschlussgespräch: Für OC-7 ist ein 30-minütiges Abschlussgespräch vorgesehen. Bitte melden Sie sich rechtzeitig in Marvin an und vereinbaren Sie bei Frau Schellenberg einen Prüfungstermin frühestens für die 14. VL-Woche 2025.
Nutzen Sie die Mitschrift dieser Präsenzveranstaltung sowie das begleitende Material auf dieser Seite als thematische Grundlage zur Vorbereitung der Abschlussprüfung. Die Syntheseübungen dieses SS gaben Ihnen Gelegenheit sich auf den Stil der Diskussion von Reaktionsmechanismen einzustellen. Die VL setzt Themen, die den Reaktionsverlauf oder die Zielverbindungen mit weiterführenden wissenschaftlichen Fragen z. B. aus dem Bereich der Medizinischen Chemie verknüpfen.
Prüfungsmöglichkeiten werden in den folgenden Zeiträumen angeboten:
21.07. - 08.08.2025
25.08. - 29.08.2025
06.10. - 10.10.2025
Themenübersicht
Entwicklung, Synthese und Strukturbeweis organischer Moleküle für die Bearbeitung wissenschaftlicher Fragestellungen aus unterschiedlichen Forschungsgebieten der molekularen Wissenschaften insbesondere der medizinischen Chemie.
Themenblöcke
Syntheseplanung - Methoden, Taktik und Strategie
Reaktionsmechanismen - Einsatz der NMR-Spektroskopie zur Charakterisierung von Zwischenstufen im Reaktionsverlauf
Asymmetrische Katalyse - Effizienz der Synthese
Vom Naturstoff zum Wirkstoff - Innovation auf molekularer Ebene
Drug design mit unnatürlichen Aminosäuren: Das ABC der Natur erweitern
Konformationsdesign - Ketten und Ringe formen
Taktizität - Polypropylen und Polypeptide
Nutzung der NMR-Spektroskopie zur Bestimmung relativer Konfigurationen, konformationeller Beweglichkeit und nichtkovalenter Wechselwirkungen organischer Moleküle
Molekulare Erkennung - Supramolekulare Chemie, Solvatation, H-Brücken
π-Systeme, Chromophore - Energie in gerichtete Bewegung umsetzen
Entwicklung und Nutzung von Computermodellen organischer Moleküle.
Modeling - Molekülmechanik und Moleküldynamik
Datenmanagement, Datenanalyse und KI für die Syntheseplanung
Ein großes Arsenal von Synthesemethoden ermöglicht die scheinbar grenzenlose Variation von Molekülgerüsten. Für diesen Zweck loben die Chemie-Journale immer noch einfachere Syntheseprotokolle zu immer noch komplexeren Molekülstrukturen, um nur zwei Zielrichtungen der Forschung zu nennen. Die über Katalysatoren und Inhibitoren vernetzten Reaktionskaskaden der zellulären Chemie geben Anregungen für die organische Synthese. Sei es für noch bessere Chemo-, Regio- und/oder Stereoselektivität, für der Optimierung der inhibitorischen Wirkung von Medikamenten oder für die Synthese anderer funktionaler Zielmoleküle. Das Methodenspektrum der organischen Synthese ist weiter entwickelt als die Techniken anderer atomarer Wissenschaften, die sich unter dem Begriff der Nicht- bzw. An-Organik gerne dem Studium von Festkörpern widmen. Jeder technische Fortschritt auf molekularer Ebene fußt auf einem breiten analytischen Methodenspektrum, welches dazu dient, die Verknüpfung und die Konfiguration neuer Molekülgerüste zu beweisen.
Auf nachvollziehbaren Vorschlägen für Reaktionsmechanismen basierende Synthesemethoden bilden einen wichtigen Bestandteil unserer Vorlesungen der OC. Ein Reaktionspfad kann so breit und ausgetreten sein, dass er auf nahezu jedes neue Molekülbeispiel übertragbar ist, wie es beispielsweise für den Einsatz von Schutzgruppen erwartet wird. Der Pfad wird allerdings sehr schmal, wenn es um kleine Energieunterschiede im ÜZ für die Erklärung von Diastereoselektivitäten geht. Da kontrastiert die Kompaktheit des wannenförmigen ÜZ einer Diels-Alder-Reaktion mit dem als sesselförmig angenommenen ÜZ im Zimmermann-Traxler-Modell der Addition an Carbonyle. In der Praxis gibt es fast immer zwei Produkte (Haupt- und Neben-), weshalb die Diskussion von Reaktivitäten am besten über zwei gegenüberliegende Standpunkte gelingt. Diese Herangehensweise üben wir an den
Die Downloads zur Vorlesung werden ab Mitte April verfügbar sein und wöchentlich aktualisiert.
Viel Erfolg wünscht Armin Geyer